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Optimisten für
den Nachwuchs
Nord-Ostsee
Sparkasse unterstützt Jugendarbeit
– Als vor kurzer Zeit die drei America’s Cup-Yachten
beim Kieler Sailing Grand Prix im ersten Rennen über die Ziellinie segelten,
wurden sie von einem unerschrockenen Haufen Optimisten-Segler
begrüßt – große Yacht trifft auf Nussschale, der Nachwuchs winkt den „alten
Hasen“ zu. Deutsche Segelprofis waren auf allen drei Yachten an Bord. Profis,
die auch einmal Nachwuchs waren und im Optimisten die ersten Grundkenntnisse im
Segeln erworben haben.


Dem heutigen Segelnachwuchs hat sich die Nord-Ostsee
Sparkasse (Nospa) verschrieben und investiert in die Förderung. Zehn Optimisten-Jollen
(Stückpreis knapp 2200 Euro) wurden in dieser Saison an Vereine an Nord-
und Ostsee übergeben, dazu gab es finanzielle Zuschüsse. Finanziert
werden die Optimisten aus der Sparkassen-Lotterie „PS
Sparen und Gewinnen“, deren PS-Zweckertrag einmal im
Jahr ausgeschüttet wird. „Insgesamt nehmen wir über 32 000 Euro in die Hand“,
sagte Reinhard Henseler. Der Vorstandsvorsitzender der Nospa übergab
höchstpersönlich das sportliche Geschenk der Hanseatischen Yachtschule (DHH) in
Glücksburg, eine der Institutionen und Vereine, die sich über ein neues
Nachwuchsboot freuen durften. DHH-Vorsitzender Hans-Christian
Bentzin, Schulleiter Wolfgang Valentin und eine Schar von Schulkindern nahmen
das Geschenk dankend an. „Uns geht es darum, die Basis in den Vereinen zu
unterstützen und der Jugendarbeit in den Vereinen einen zusätzlichen Schub zu
verleihen“, sagte Reinhard Henseler, selbst Segler mit „allerdings viel zu
wenig Zeit für den Sport“. Die Aktion in der Hanseatischen Yachtschule in
Glücksburg war bereits die neunte Übergabe. Ihre Opti-Flotten
aufrüsten konnten der Segel-Club Friedrichstadt, der
Tönninger Yacht-Club, der Husumer Segler-Verein,
der Lister Yacht-Club, die Seglervereinigung Flensburg,
die Seglergemeinschaft Steinberghaff
und der Segel-Club Ahoi in Schleswig. Der Arnisser
Segel-Club bekommt am 2. September seinen Optimisten
überreicht – ausgewogen aufgeteilt an Vereine an Nord- und Ostsee, schließlich
liegt auch das Geschäftsgebiet der Nospa an beiden Meeren.
„Für uns war das wie ein
Lottogewinn“, freute sich Dietrich
Jockusch,
Vorsitzender der Segler-Gemeinschaft
Steinberghaff, über das Geschenk für die Jugendabteilung. Auch an der
Westküste ist man dankbar für die Unterstützung. „In Husum können wir mitten in
der Stadt Opti segeln. Das ist immer ein schönes Bild“, sagte Jörg Hansen,
Jugendwart des Husumer Segler-Vereins.
Die Namen für ihre Boote durften sich die Jugendlichen selbst aussuchen, und
sie gingen dabei äußerst kreativ zu Werke. Künftig werden vor beiden Küsten
Optis unterwegs sein mit so klangvollen Namen wie „Nospa-one“,
„NOrdseeSPAss“, „Olivia von Nospa“, „No risk, no fun – Nospa“ oder auch „KuNO
SPAtz“.

Der Glücksburger Opti wurde auf den Namen „Sid“ getauft, nach dem Namen des
Faultiers aus dem Zeichentrickfilm „Ice Age“. Das Faultier steht natürlich
nicht für Faulheit. „Es ist nur scheinbar faul und steht wie im Film viel mehr
für großen Teamgeist“, sagte Wolfgang Valentin bei der Glücksburger Übergabe
besonders an die Kinder gerichtet – Teamgeist, den man als Profi auch auf einem
America’s Cupper braucht.
21.August 2006
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